Marienkrankenhaus und Gesundheitskiosk unterzeichnen Kooperationsvertrag

Das Marienkrankenhaus und die Gesundheit für Billstedt/Horn UG (GfBH) haben einen Kooperationsvertrag zur sektorenübergreifenden Versorgung unterzeichnet. Damit sollen Patienten aus Billstedt und Horn, die im Marienkrankenhaus behandelt werden, von den Angeboten des Gesundheitskiosks profitieren und eine Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten optimiert werden.

„In einer segmentierten Versorgungslandschaft stellt die Versorgung von vulnerablen Patientengruppen, vor allem chronisch kranker Patienten mit besonders komplexen Versorgungsbedarfen, hohe Anforderungen an Kommunikation, Koordination und Vernetzung“, sagt Alexander Fischer, Geschäftsführer der GfBH. Über eine erfahrene Gesundheits- und Krankenpflegerin im Marienkrankenhaus würden so Versorgungsbedarfe wie chronische Erkrankungen oder das Fehlen pflegender Angehöriger frühzeitig erkannt und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitskiosk gelöst. Auch Patienten, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, würden davon deutlich profitieren. Denn sie würden in die gesundheitsfördernden Beratungs- Kursangebote überführt, die in sieben verschiedenen Sprachen angeboten werden. Damit werde auch sichergestellt, dass die Patienten die ihrer Erkrankung entsprechenden relevanten Informationen erhalten und eine adäquate Versorgung sichergestellt sei, so Fischer.

Marienkrankenhaus Hamburg

“Werner Koch, Geschäftsführer des Marienkrankenhauses: „Mit diesem Pilotprojekt wollen und können wir beweisen, dass die einzelnen Sektoren patientenorientierter zusammenarbeiten können.“ Er hoffe, dass durch diese Vernetzung mit der Gesundheit für Billstedt/Horn eine integrierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit entstehe, durch die viele Dinge nicht zwei- oder dreimal gemacht werden müssten. Auf diese Entlastung setzt auch Dr. Jens Stadtmüller, Kardiologe und im Vorstand des Ärztenetzes Billstedt / Horn e.V.: „Für uns niedergelassenen Ärzte kann diese Kooperation eine ungeheure Arbeitserleichterung bringen, weil wir einen zentralen Ansprechpartner haben, über den wir wichtige Dokumente der Patienten sofort in der Hand haben und damit auch eine Behandlungssicherheit bekommen.

Mit diesem Pilotprojekt betreten die Kooperationspartner in Hamburg Neuland. Für Alexander Fischer ein aufregendes Experiment: „Wir starten jetzt mit dem Marienkrankenhaus, um in einem überschaubaren Rahmen erste Erfahrungen zu sammeln.“ Sollten sich die erwarteten Ziele realisieren, würde man auch an andere Krankenhäuser, die an der Versorgung der Patienten in Billstedt/Horn beteiligt sind, herantreten. Auch Geschäftsführer Werner Koch sieht in dieser Zusammenarbeit ein Vernetzungsmodell, das Schule machen könnte. „Wir fangen jetzt ganz pragmatisch an – zunächst einmal durch die direkte Kommunikation zwischen den beteiligten Menschen.“ Später könne dann vieles auch digital abgewickelt wer-den. „Auch in der digitalen Vernetzung wollen wir mit der GfBH zusammenarbeiten“, betont Werner Koch.

Quelle: Pressemitteilung Kath. Marienkrankenhaus gGmbH abgerufen am 11.10.2019