Asklepios Kliniken planen Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG

Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA macht einen großen Schritt Richtung Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG. Laut Informationen der Mainpost, haben Asklepios und die Familie um den Rhön-Klinikum-Gründer Eugen Münch ihre Aktien in einem neuen Unternehmen zusammengelegt, welches nun etwa 49 Prozent der Anteile am börsennortierten Rhön-Klinikum halten. Bis dato hielten, so die Mainpost, Asklepios etwa 25 und die Familie Münch ungefähr 20 Prozent am Rhön-Klinikum. Der Rest entfalle im Wesentlichen auf das hessische Pharmaunternehmen B. Braun Melsungen und auf Streubesitz.

In einer Pressemitteilung vom 02.03.2020 bestätigt das Rhön-Klinikum das neue Angebote der Asklepios: „Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA hat am 28.02.2020 der Gesellschaft der RHÖN-KLINIKUM AG mitgeteilt, dass sie beabsichtigt, den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Aktien der Gesellschaft gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von 18,00 Euro je Aktie zu unterbreiten. Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft war bislang nicht eingebunden. Sobald das Unternehmen das Angebot der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA erhalten hat, werden Vorstand und Aufsichtsrat die Angebotsunterlage sorgfältig prüfen und eine ausführliche Stellungnahme nach § 27 WpÜG veröffentlichen.“

Asklepios will Rhön Klinikum übernehmen

Rund 860 000 Patienten wurden im Jahr 2019 an den fünf Standorten des Rhön-Klinikums behandelt. Bei Asklepios (160 Einrichtungen) waren es 2,3 Millionen, bei dem Marktführer Fresenius/Helios (86 Kliniken) etwa 5,6 Millionen. An den Marktführer, so die Mainpost, hatte das Rhön-Klinikum vor sechs Jahren 40 Kliniken verkauft, um sich eine schlankere Struktur zu geben

Update (04.03.2020): Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA hat ein weiteres Aktienpaket über rund 1,08% der Stimmrechte der RHÖN-KLINIKUM AG zum Preis von 18,00 Euro erworben. Der Kaufvertrag steht, wie das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot für die RHÖN-KLINIKUM AG (“RHÖN”) selbst, lediglich unter der aufschiebenden Bedingung der kartellrechtlichen Zusammenschlussgenehmigung, die für das 2. Quartal 2020 erwartet wird. Zusammen mit den von Asklepios und Münch unter der Joint Venture Vereinbarung einzubringenden rund 49% der RHÖN-Aktien hat sich das gemeinsame Joint Venture mit RHÖN-Gründer Eugen Münch damit bereits vor Beginn des Übernahmeangebots eine Stimmrechtsmehrheit von knapp über 50% an RHÖN gesichert.