Wallaby Medical („Wallaby“) hat die phenox GmbH einschließlich des Tochterunternehmens femtos GmbH (gemeinsam „phenox“) übernommen. Die Transaktion hat alle notwendigen aufsichtsbehördlichen Genehmigungen erhalten und gilt als abgeschlossen. Michael Alper, derzeit CEO von Wallaby, wird CEO der neuen Organisation. Prof. Dr.-Ing. Hermann Monstadt, Gründer von phenox, wird den Aufgabenbereich des Geschäftsführers von phenox übernehmen. Sämtliche aktuellen Produktmarken von phenox werden weitergeführt.

Wallaby ist ein global tätiges innovatives Unternehmen der Medizintechnik mit Fokus auf Entwicklung und Vermarktung neurovaskulärer interventioneller Produkte zur Behandlung von Schlaganfällen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Laguna Hills, Kalifornien, und in Shanghai, China. Wallaby erzielt einen erheblichen Teil der Umsätze in den U.S.A. sowie in weiteren wichtigen entwickelten Märkten. Insgesamt werden die Produkte von Wallaby derzeit in über 30 Ländern und Regionen vermarktet.

Die aus Bochum stammende phenox ist ebenfalls auf neurovaskulären Produkte zur interventionellen Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert. Die 2005 gegründete Gesellschaft verfügt über ein breites Portfolio an Produkten zur Behandlung von ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfällen sowie sogenannten Access & Support Devices. Zu den wichtigsten Produkten der Gesellschaft zählen die p64/p48 Familie an Flow Diverter zur Behandlung von intrakraniellen Aneurysmen sowie die pRESET Famile an Stent Retrievern zur Behandlung von ischämischen Schlaganfällen mittels mechanischer Thrombektomie. Darüber hinaus verfügt phenox über proprietäre Beschichtungstechnologien für ihre Dauer- und Kurzzeitimplantate. Die Produkte von phenox werden global in über 45 Ländern basierend auf international führenden klinischen Daten vermarket. phenox hat Tochtergesellschaften in Italien, Großbritannien, Irland sowie den USA.

Hintergrund der Transaktion

Seit 2019 sind phenox und Wallaby bereits strategische Partner. So ist phenox exklusiv für den Vertrieb des Wallaby Produkts Avenir® Coil System in den Vereinigten Staaten und in europäischen Märkten sowie für Esperance™ Aspirationskatheter im US-Markt zuständig.

Bei der Übernahme handelt es sich um eine der weltweit größten Cross-Border-Transaktionen der letzten Jahre in der Branche. Treibende Kraft sind enorme Wachstumschancen sowohl beim Portfolio als auch bei der geografischen Abdeckung. Das gemeinsame Unternehmen hat dadurch die Möglichkeit, bei der Bereitstellung eines breiten Spektrums an neurovaskulären Technologien und Lösungen für Kunden und Patienten weltweit in den U.S.A., China, Europa und Japan sowie in weiteren internationalen Märkten eine Führungsposition einzunehmen.

Im Rahmen der Transaktion hat Wallaby zugleich das phenox-Unternehmen femtos GmbH übernommen. femtos entwickelt und produziert neurovaskuläre Produkte der nächsten Generation zur Behandlung von Schlaganfällen. Eine besondere Kompetenz des Unternehmens ist die Femtosekunden-Lasertechnologie zur Herstellung von Stents und weiteren implantierfähigen Produkten. femtos ist ein Inkubator für neue Produkte der Medizintechnik, darunter zwei mit CE-Zulassung.

Bedeutende Wachstumschancen auf dem globalen Markt für neurovaskuläre Produkte

„Die Übernahme ist ein logischer nächster Schritt in der Beziehung beider Unternehmen. Sie ist zudem ein transformativer Schritt auf dem Weg zu unserer Vision, einer größtmöglichen Zahl von Menschen mit Schlaganfall das Leben zu retten“, sagte der CEO von Wallaby, Michael Alper. „Das aus Wallaby und phenox entstehende neue Unternehmen hat seine Wurzeln in Europa und China und darüber hinaus eine starke Präsenz in den U.S.A. Hinzu kommt der jüngst erfolgte Eintritt in den japanischen Markt. Durch die Zusammenlegung der hochgradig komplementären Produkt-Pipelines beider Unternehmen sind wir jetzt in der Lage, ein umfassendes Spektrum an interventionellen neurovaskulären Produkten und Lösungen mit Weltklasse-Qualität anzubieten. Durch das erweiterte Produktportfolio, die gesteigerten F&E-Kapazitäten und die ausgeweitete geografische Abdeckung erzielt Wallaby/phenox einen beispiellosen Wettbewerbsvorteil auf seinem Weg zum Marktführer im globalen Markt für neurovaskuläre Produkte.“

„Ich bin hocherfreut, Wallaby zu verstärken“, sagte Hermann Monstadt, Geschäftsführer von phenox. „Wir haben in den vergangenen 17 Jahren ein Unternehmen aufgebaut, das sich dafür einsetzt, die optimalen Produkte und Lösungen für seine Kunden und Patienten bereitzustellen. Im Rahmen unserer bisherigen Zusammenarbeit haben wir Wallaby schätzen gelernt und wir sehen klar ein gemeinsames Engagement für Qualität und Innovation. Diese Transaktion wird es ermöglichen, phenox‘ Technologie mit den starken Ressourcen von Wallaby weiterzuentwickeln und phenox‘ Produkte in neue Märkte zu bringen. Damit ergeben sich für das kombinierte Unternehmen bedeutende Wachstumsmöglichkeiten“, fügte er hinzu.

Wallaby finanziert die Übernahme von phenox aus den Erlösen seiner „Series D“-Finanzierungsrunde, die von führenden Investoren aus dem Gesundheitswesen begleitet wurde.