Seit Einführung der Medizinischen Versorgungszentren durch das GKV-Modernisierungsgesetz im Jahr 2004, nimmt diese Kooperationsform stetig zu. Die häufigste Gesellschaftsform ist hier die GmbH. Gesellschafter einer MVZ-Trägergesellschaft können nach § 95 Abs. 1a SGB V seit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes zum 01.01.2012 nur Vertragsärzte, zugelassene Krankenhäuser nach § 108 SGB V und nichtärztliche Dialyseeinrichtungen nach § 126 Abs. 3 SGB V sein, wobei Alt-MVZs Bestandsschutz genießen. Jeder Gesellschafter muss daher an einem beliebigen Ort in Deutschland einen Vertragsarztsitz oder eine Krankenhauszulassung haben. Finanzinvestoren beteiligen sich an MVZs in der Regel über ein zugelassenes Krankenhaus nach § 108 SGB V, an dem sie die Geschäftsanteile halten. Hier spricht man von sogenannten investorenbetriebenen MVZs (iMVZs). 

Die aktuelle Entwicklung im Jahr 2025

Im Jahr 2025 gab es deutschlandweit bisher insgesamt 123 MVZ GmbH Neugründungen. Im Vergleich zu den MVZ-Neugründungen von Januar bis Juli 2024 bedeutet dies ein Plus von mehr als 20 Prozent. Bis einschließlich Juli wurden die meisten MVZs in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (24), Bayern (20) und Hessen (19) gegründet

Anzahl der MVZ Neugründungen in den Monaten Januar bis Juli

MVZ Neugründungen 2025– Regionale Verteilung 

Die folgende Grafik bildet die regionale Verteilung der MVZ-Neugründungen ab. Dabei sind im bisherigen Jahresverlauf die meisten Neugründungen von MVZs in Nordrhein-Westfalen zu zählen. Bereits in den vergangenen zwei Jahren war es das Bundesland mit den meisten MVZ-Neugründungen. Tendenziell ist in den westlichen Bundesländern nach wie vor eine höhere Zahl an MVZ-Neugründungen zu beobachten als in den östlichen Bundesländern. Lediglich in Berlin und Sachsen ist die Anzahl der MVZ-Neugründungen etwas höher.

Anzahl der MVZ Neugründungen nach Bundesländern

Neugründungen im Juli 2025 

Zum Start der zweiten Jahreshälfte wurden im Juli 2025 bundesweit 18 neue Medizinische Versorgungszentren gegründet. Die höchste Gründungsaktivität verzeichnete Hessen mit insgesamt vier neuen Einrichtungen, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen mit jeweils drei Neugründungen. Fachlich zeigte sich ein ausgewogenes Bild: Besonders stark vertreten waren die Allgemeinmedizin und Zahnmedizin, jeweils mit vier Neugründungen. Zu den neuen zahnmedizinischen Einrichtungen zählt unter anderem die AllDent Zahnzentrum Düsseldorf GmbH in Nordrhein-Westfalen, das zu 100 Prozent im Eigentum der STENUM Ortho GmbH steht. Ebenfalls neu gegründet wurde das MVZ-Hüttlingen KocherMED eG in Baden-Württemberg im Fachgebiet Allgemeinmedizin. Drei weitere Gründungen entfielen auf den Bereich Psychiatrie und Psychotherapie, darunter die Psychotherapeutische Versorgungszentrum Kollegen und Chemnitzer GmbH in Lich, Hessen. Darüber hinaus entstanden neue MVZ in den Fachgebieten Augenheilkunde, Anästhesie, Dermatologie, Orthopädie und Radiologie. Bei zwei Gesellschaften ist der fachliche Schwerpunkt derzeit noch nicht bekannt. 

Hier finden Sie Informationen zu Anzahl und Statistik der MVZ in Deutschland.

Die Entwicklung bis Dezember 2024

Im Jahr 2024 gab es deutschlandweit insgesamt 174 MVZ GmbH Neugründungen. Die meisten MVZs wurden in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (40), Bayern (27) und Baden-Württemberg (24) gegründet. Danach folgen Hessen mit 20 und Niedersachsen mit 14 Neugründungen. Bis Mitte 2024 war die Allgemeinmedizin mit 22 Neugründungen der führende Bereich, doch hat die Zahnmedizin mit 39 Neugründungen wieder die Spitzenposition übernommen, ähnlich wie im Jahr 2023.

Anzahl der MVZ Neugründungen in den Monaten Januar bis Dezember

MVZ Neugründungen 2024– Regionale Verteilung 

Die folgende Grafik bildet die regionale Verteilung der MVZ-Neugründungen ab. Sichtbar wird hierbei, dass ein deutliches Ost-West Gefälle bei den MVZ Neugründungen herrscht mit der Ausnahme von Sachsen und Berlin.

Verteilung der Trägerschaft der MVZ-Neugründungen 2023

Gesellschafter einer MVZ-Trägergesellschaft können nach § 95 Abs. 1a SGB V seit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes zum 01.01.2012 nur Vertragsärzte, zugelassene Krankenhäuser nach § 108 SGB V und nichtärztliche Dialyseeinrichtungen nach § 126 Abs. 3 SGB V sein, wobei Alt-MVZs Bestandsschutz genießen. Jeder Gesellschafter muss daher an einem beliebigen Ort in Deutschland einen Vertragsarztsitz oder eine Krankenhauszulassung haben. Finanzinvestoren beteiligen sich an MVZs in der Regel über ein zugelassenes Krankenhaus nach § 108 SGB V, an dem sie die Geschäftsanteile halten. Hier spricht man von sogenannten investorenbetriebenen MVZs (iMVZs). 

Eine Analyse der Trägerschaft aller MVZ GmbH Neugründungen im vergangenen Jahr 2023 hat ergeben, dass 56% aller MVZ GmbHs durch Vertragsärzte gegründet wurden und somit in Ärztehand liegen. In Trägerschaft eines Finanzinvestors liegen 37% der iMVZ-Neugründungen. Darunter zählen auch in 2023 gegründete Vorratsgesellschaften. Mit 7% entfallen die restlichen Neugründungen auf kommunale oder gemeinnützige Trägerschaften.

Die aktuelle Entwicklung bis Dezember 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 138 Neugründungen im Bereich der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) GmbH’s. Mit 25 Neugründungen hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen bisher die meisten MVZs gegründet, gefolgt von Hessen und Bayern mit jeweils 20 MVZ GmbHs. Danach folgen Berlin und Baden-Württemberg mit jeweils 17, bzw. 16 Neugründungen. Thüringen ist rückblickend das einzige Bundesland, welches keine Neugründungen von MVZ GmbH’s verzeichnet.  

Die meisten Neugründungen fanden in den Fachbereichen Zahnmedizin, Orthopädie, Innere Medizin sowie Allgemeinmedizin statt. Allerdings steigt auch die Anzahl an fachübergreifenden MVZs weiter an. Zu den Gründern der Medizinischen Versorgungszentren gehören neben Vertragsärzten auch Kommunen, Krankenhäuser sowie investorengeführte MVZ-Gruppen. Generell lässt sich sagen, dass die Anstellung in einem MVZ gegenüber der eigenen Praxis in vielen Fachbereichen zunehmend beliebter wird. Ärzte haben damit kein unternehmerisches Risiko und geregeltere Arbeitszeiten.  

Nachdem zuletzt im Juli und August die bislang höchste Anzahl an neu gegründeten MVZs erfasst wurde, sank die Zahl der Neugründungen im letzten Quartal anfangs auf 12, aber erreicht wieder ein relativ hohes Niveau mit insgesamt 15 Neugründungen im Dezember. Damit ist rückblickend der Juli mit 17 Neugründungen der Monat mit den bislang meisten Neugründungen im Bereich der MVZ GmbH’s.  

MVZ GmbH Neugründungen 2023 im Jahresverlauf

MVZ Neugründungen 2023 – Regionale Verteilung

Die folgende Grafik bildet die regionale Verteilung der MVZ-Neugründungen ab. Hier ist bei einer differenzierten Betrachtung ein deutliches Ost-West Gefälle erkennbar, wobei Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 25 Neugründungen die höchste Anzahl aufweist. Danach folgen Bayern und Hessen mit jeweils 20 MVZ GmbH- Neugründungen. Wirft man allerdings einen Blick auf Ostdeutschland, so lässt sich erkennen, dass hier deutlich weniger Neugründungen stattfanden, bzw. im Bundesland Thüringen sogar keine MVZs gegründet wurdenEine Ausnahme macht allerdings Berlin mit 17 neu gegründeten MVZs. 


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