Radiologie im Allgemeinen 

Der Radiologe ist ein Facharzt, der mittels technischer Geräte und bildgebenden Verfahren seine Patienten untersucht und Ergebnisse bewertet. Eines der Hauptaufgaben des Radiologen ist die Diagnose. Des Weiteren werden auch radiologische Therapieverfahren eingesetzt wie beispielsweise die Strahlenbehandlung und -therapie. 

Es gibt mehrere Fachgebiete in der Radiologie. Darunter fallen Schwerpunkt Kinderradiologie und Neuroradiologie. Außerdem gibt es Teilgebietsbezeichnungen wie, Kinderradiologie, Neuroradiologie und Strahlentherapie. 

Wie viele Radiologen gibt es in Deutschland 

Laut Bundesärztekammer, mit Stand 31.12.2020, gibt es insgesamt 409.121 Ärzte in Deutschland. Davon sind 9.313 Radiologen, inklusive der Schwerpunkte und Teilgebietsbezeichnungen Kinderradiologie, Neuroradiologie sowie Strahlentherapie. Dies entspricht 2,27 % aller Ärzte. Im Vergleich zum Jahr 2019 gab es einen Zuwachs der Radiologen um 2,11 %. 

Der Markt unterteilt sich in ambulant (niedergelassene Ärzte) und stationär (Ärzte, die in Kliniken tätig sind). Laut Bundesärztekammer sind 4.289 Ärzte ambulant tätig. Davon sind 2.047 niedergelassene Ärzte und 2.242 angestellte Ärzte. Im stationären Bereich sind 4.479 Ärzte tätig. 

Übersicht über die Verteilung der Radiologen nach Bundesländern auf 100.000 Einwohnern 

Verteilung der Radiologen auf Bundesebene

Bei Betrachtung der Anzahl der Radiologen pro 100.000 Einwohner fallen zwischen den einzelnen Bundesländern zuweilen starke Unterschiede auf. So zeigt sich, dass es in der Hansestadt Bremen bezogen auf die Verteilung der Radiologen pro 100.000 Einwohner die meisten Ärzte gibt: Insgesamt 9,1 Radiologen kommen hier auf 100.000 Einwohner – eine Besonderheit, die sich Bremen mit anderen Stadtstaaten wie Hamburg (7,3 Radiologen je 100.000 Einwohner) und Berlin (7,0 Radiologen je 100.000 Einwohner) teilt, welche zusammen die Statistik anführen. Eine Verteilung, die bereits in früheren Analysen auch für andere Ärztegruppen festgestellt werden konnte. 

Auch das Saarland und Nordrhein-Westfalen liegen noch über dem Bundesschnitt von 5,7 Ärzten pro 100.000 Einwohnern, während der Rest der Bundesländer unter dem Deutschlandschnitt bleibt. Ein besonders hoher Bedarf an Radiologen offenbart sich dabei in Sachsen-Anhalt (4,5 Radiologen pro 100.000 Einwohner) und Schleswig-Holstein (4,4 Radiologen pro 100.000 Einwohner), die deutlich unter dem Mittelwert liegen. 

Anteil weiblicher Ärzte insgesamt und Anteil weiblicher Ärzte im Fachbereich Radiologie 

Übersicht über die Geschlechtsverteilung bei Radiologen

Damit ein Vergleich möglich ist gibt es hier eine Aufstellung zu allen ärztlichen Tätigkeitsbereichen von weiblichen Ärzten. Insgesamt sind 197.036 Ärzte weiblich. Davon sind 76.167 (38,65 %) ambulant tätig. Niedergelassen sind 47.036 Ärzte, dies entspricht 59,41 %. Davon angestellt sind 29.131 weibliche Ärzte (38,24 %). Im stationären Bereich sind 102.652 Ärzte tätig, dies entspricht 52,09 %. 

Von den 9.313 Radiologen sind 3.409 Radiologen weiblich, dies entspricht 36,60 %. Von den 3.409 Radiologinnen sind 1.525 ambulant tätig, das entspricht 44,73 %. Davon sind 470 (30,81 %) niedergelassene Radiologinnen. Angestellt sind 1.055 Radiologinnen (69,18 %). Im stationären Bereich sind 1.663 Ärztinnen tätig, dies entspricht 48,78 %. Es wird deutlich, dass sich die Mehrheit der Radiologinnen in einem angestellten Verhältnis befinden. 

Durchschnittsalter der Ärzte insgesamt und Durchschnittsalter im Fachbereich Radiologie 

Übersicht über die Altersstruktur bei Radiologen

Das durchschnittliche Alter aller Ärzte über alle Fachbereiche sieht wie folgt aus: Ärzte bis zu einem Alter von 34 Jahren machen 19,02 % (77.987 Ärzte) aus. 52.537 Ärzte sind zwischen 35-39 Jahren (12,81 %). Ärzte zwischen 40-49 Jahren sind mit 21,52 % (88.230 Ärzte) vertreten. Der größte Anteil mit 105.122 Ärzten (25,64 %) machen die 50-59-jährigen aus. Die 60-65-jährigen Ärzte sind mit 51.513 (12,56 %) Beschäftigen ähnlich vertreten wie die 35-39-jährigen Ärzte. Die Ärzte 65+ kommen auf 8,22 % (33.732 Ärzte). 

Im Fachbereich der Radiologie sieht die Alterststruktur etwas anders aus. Die Ärzte bis 34 Jahre machen nur 5,50 % (513 Ärzte) aus. Die 35-39-jährigen Ärzte sind ähnlich vertreten wie die Ärzte insgesamt (15,35 % – 1.430 Ärzte). Die Zahl Ärzte im Alter von 40-49 Jahren liegt bei 2.478 Ärzte, dies entspricht 26,60 %. Eine Abweichung zur Altersstruktur insgesamt kommt bei den 50-59-jährigen Ärzten zum Tragen. Im Fachbereich Radiologie liegt der Prozentsatz bei 30,82 (2.871 Ärzte). Die 60-65-jährigen Ärzte machen (1.397 Ärzte) 15,00 % aus und bei den 65+ Jährigen sind noch 624 Ärzte (6,70 %) tätig. 

Größe der Radiologie-Praxen 

Übersicht über die Größe der Radiologie-Praxen

Bei der Auswertung der Radiologiepraxen anhand ihrer Größe fällt ins Auge, dass nur rund ein Viertel der niedergelassenen Ärzte ihre Praxis alleine betreiben (25,6 Prozent im Deutschlandschnitt). Besonders ausgeprägt zeigt sich dies in Sachsen, Niedersachsen und Hessen – hier werden mehr als 30 Prozent der Praxen nur von einem Arzt betrieben. Ebenfalls auffällig zeigt sich, dass ein beinahe ebenso großer Anteil der Praxen als Gemeinschaftspraxis mit mehr als 10 Ärzten betrieben wird (23,7 Prozent im Deutschlandschnitt) – was auf eine starke Fokussierung der Radiologen auf Fachpraxen und MVZs hinweist. Besonders ausgeprägt ist diese Verteilung in Hamburg (43,8 Prozent) und dem Saarland (50 Prozent).