Das kommunale MVZ „Spreewald“ in Lübben soll künftig in die MVZ-Poliklinik des Klinikums Dahme-Spreewald integriert werden. Die Stadtverordnetenversammlung Lübben hat die strategische Kooperation mit Sana beschlossen. So soll die ambulante medizinische Versorgung in der Stadt langfristig gesichert und weiterentwickelt werden. Das teilt die Stadt Lübben in einer Pressemeldung mit. Die Kooperation soll zum 1. Oktober aufgenommen werden.

Ambulante Versorgung in Lübben soll langfristig gesichert werden

Ziel der Kooperation ist es, die ambulante Versorgung in Lübben und der Region langfristig zu sichern, medizinische Fachkräfte zu halten und das kMVZ „Spreewald“ in bestehende Gesundheitsstrukturen zu überführen. Die Geschäftsführung der MVZ Spreewald GmbH wurde beauftragt, die Verhandlungen mit Sana fortzuführen und zu intensivieren. Die Kooperation soll ab dem 1. Oktober 2026 aufgenommen werden, der schrittweise Übergang ist bis zum ersten Quartal 2027 geplant. Die rechtliche und organisatorische Ausgestaltung ist Gegenstand der weiteren Verhandlungen.

MVZ „Spreewald" wird Teil des Klinikums Dahme-Spreewald

Kommunales MVZ „Spreewald“ seit Januar 2025 im Betrieb

Die Idee eines MVZ in Lübben geht auf das Jahr 2016 zurück. Nach einer Marktanalyse im Jahr 2021 wurde die Gründung eines kommunalen MVZ beschlossen. Seit dem 1. Januar 2025 ist das MVZ im operativen Betrieb. Die Stadt Lübben ist alleinige Gesellschafterin und hat bislang rund 240.000 Euro investiert, die Lübbener Wohnungsbaugesellschaft (LWG) weitere rund 2,6 Millionen Euro für das Gebäude.

Herausforderndes Umfeld erfordert Neuausrichtung des kommunalen MVZ

Der Aufbau des kMVZ vollzieht sich in einem anspruchsvollen Markt- und Versorgungsumfeld. Obwohl sich Patientenzahlen und Leistungsangebot positiv entwickeln, werden bislang noch keine kostendeckenden Erträge erzielt. Die Stadt Lübben setzt daher auf eine strategische Neuausrichtung: Die Integration in etablierte Gesundheitsstrukturen soll die ambulante Versorgung langfristig sichern. Gleichzeitig sollen wirtschaftliche und organisatorische Synergien erschlossen werden. Dies betrifft unter anderem die Bereiche Personalgewinnung, Verwaltung, Qualitätsmanagement und medizinische Weiterentwicklung.

Kontinuität für Patienten, Perspektive für Personal – so gestaltet sich der Übergang

Die geplante Integration soll für Patienten Stabilität bedeuten: Bestehende Arzt-Patienten-Beziehungen sollen erhalten bleiben, der Betrieb läuft unterdessen unverändert weiter. Sana plant die Übernahme von Ärzten und Medizinischen Fachangestellten, um die Versorgung am Standort langfristig zu sichern. Das MVZ-Gebäude in der Schillerstraße wird hingegen nicht übernommen – die LWG sucht bereits nach einer geeigneten Folgenutzung, vorzugsweise im medizinischen Bereich.


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