Die Stadt Breisach übernimmt ab 01. Juli die HELIOS Rosmann Klinik. Erstmals seit 1972 ist die Stadt wieder die Eigentümerin, wobei für das medizinische Versorgungszentrum finanzielle Hilfe angedacht ist. Dies geht aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 08. April hervor. 

Eckdaten zur HELIOS Rosmann Klinik

Konkret umfasst die HELIOS Rosmann Klinik Breisach eine Gesamtkapazität von 123 Plätzen. Zuvor war Oktober vergangenen Jahres bekannt geworden, dass die Klinik zum 30. Juni 2026 komplett schließen soll, wobei die Notaufnahme des Krankenhauses bereits zum 31. Dezember 2025 geschlossen wurde. Dies geschah aufgrund der veränderten gesetzlichen Vorgaben und der daraus fehlenden Erfüllung fachlicher Voraussetzungen, welche der Krankenhausreform auf Bundesebene zu entnehmen sind. 

Stadt Breisach übernimmt Betrieb der HELIOS Rosmann Klinik

Schließung der Klinik seit Oktober geplant

Zudem sprach Oliver Rein, Bürgermeister von Breisach, bereits im Oktober die mangelnde Klinikauslastung an, welche ein Problem darstellte. Laut Angaben der Klinik waren zum Zeitpunkt im Oktober 2025 rund 80 der 123 Planbetten besetzt, wobei der Durchschnitt im vergangenen Jahr eine Bettenbelegung von 51 Betten aufweist. Dies stellt rund 41 Prozent sämtlicher Betten der HELIOS Rosmann Klinik in Breisach dar. Ebenfalls wollten bereits im Oktober vergangenen Jahres der Landkreis und die Stadt das Klinikgebäude erwerben, um Patienten aus der Region weiterhin eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. 

Ambulante Versorgung bleibt bestehen

Die Schließungen in der Helios Klinik betreffen jedoch nicht die niedergelassenen Ärzte und die ambulante Versorgung in der Klinik. Dazu zählen unter anderem das chirurgisch-unfallchirurgisch-orthopädische MVZ, die Urologische Praxis Breisach und die Neurologische und Psychiatrische Praxis. 


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