Die St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gGmbH beantragt ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der entsprechende Antrag wurde am 24. Februar beim Amtsgericht Braunschweig gestellt. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 24. Februar hervor. 

Krankenhausbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt

Konkret wurden die Mitarbeiter des Krankenhauses im Zuge einer Mitarbeiterversammlung über sowohl die Antragsstellung als auch das weitere Vorgehen informiert. Der Krankenhausbetrieb wird jedoch uneingeschränkt in sämtlichen Bereichen weitergeführt, wobei die Geschäftsführung während des Sanierungsprozesses im Amt verbleibt und das Krankenhaus weiterhin führt. Dabei wird sie von der Kanzlei Brinkmann & Partner und Advant Beiten begleitet. Hierbei stellt das Ziel die Entwicklung einer tragfähigen sowie strukturellen Zukunftsperspektive sowie die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Stabilität des Krankenhauses dar. 

St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter beantragt Insolvenz

St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter stellt mit einer Gesamtkapazität von 102 Betten und insgesamt circa 280 Mitarbeitenden einen fixen Bestandteil in der niedersächsischen Gesundheitsversorgung dar. Hier werden jährlich 7.000 Patienten auf vollstationärer und 7.100 Patienten auf ambulanter Basis versorgt. Des Weiteren wurde im Jahr 2011 die MVZ St. Elisabeth gGmbH als Tochtergesellschaft zur ambulanten Versorgung gegründet.

Insolvenz aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Der Antrag zum Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung erfolgt aufgrund der im Krankenhaussektor vorherrschenden sowie problematischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche bereits seit mehreren Jahren anhalten. Dazu zählen unter anderem strukturelle Veränderungen des Gesundheitswesens sowie eine Erhöhung von Sach-, Personal- sowie Energiekosten bei fehlendem Kostenausgleich. Außerdem wirken sich im Zusammenhang mit einem Neubau die Projekt- und Investitionskosten negativ auf die gesamte wirtschaftliche Situation aus.

Neubauprojekt bleibt bestehen

Die Gehälter und Löhne der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld gesichert, wobei ebenfalls sowohl die pflegerische als auch die medizinische Versorgung der Patienten in Salzgitter-Bad sowie der umliegenden Region vollständig gewährleistet ist. Darüber hinaus plant das Krankenhaus weiterhin die Inbetriebnahme eines Neubaus, welcher über moderne Gebäude- und Medizintechnik verfügt. Dabei stellt das Ziel eine stabile Fortführung des Projekts dar. Zusätzlich erfolgt zurzeit die Prüfung diverser kaufmännischer sowie organisatorischer Rahmenbedingungen.


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