Dem statistischen Bundesamt zufolge wurden im Jahr 2020 in Deutschland 1.903 Krankenhäuser mit insgesamt 487.800 Betten für die stationäre Versorgung gezählt. Betrachtet man die Entwicklung der Anzahl an Krankenhäusern insgesamt, so ist ein Rückgang in den letzten Jahren zu erkennen. Im Vergleich zu 2019 ist ein Rückgang von 0,6% zu sehen.

Entwicklung Anzahl der Kliniken in Deutschland

2020 dauerte in Krankenhausaufenthalt durchschnittlich 7,2 Tage und die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 67,3 %. Im Vorjahr lag die durchschnittliche Bettenauslastung noch bei 77,2%. Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 551 öffentliche Krankenhäuser gezählt, was 29% aller Krankenhäuser entspricht. 1991 waren noch etwa 46% aller Kliniken in öffentlicher Trägerschaft. Insgesamt 732 Kliniken befinden sich in privater Trägerschaft. Das entspricht 38% aller Kliniken in Deutschland. Bei einem Drittel der Krankenhäuser handelt es sich um freigemeinnützige Krankenhäuser. Ein freigemeinnütziger Träger kann ein Träger der kirchlichen oder freien Wohlfahrtspflege, eine Kirchengemeinde, eine Stiftung oder ein Verein sein.

Kliniken in Deutschland nach Trägerschaft

Die öffentlichen Krankenhäuser machen zwar den kleinsten Anteil aus, zählen jedoch die meisten Krankenhausbetten. Fast die Hälfte aller Krankenhausbetten in Deutschland kann den öffentlichen Krankenhäusern zugeordnet werden. Die privaten Krankenhäuser zählen am wenigsten Krankenhausbetten, obwohl sie die größte Gruppe der Kliniken in Deutschland darstellen.

Anzahl Krankenhausbetten nach Trägerschaft

Ein Blick auf die einzelnen Bundeländer zeigt, dass sich in Bayern die meisten Kliniken befinden, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die wenigsten Kliniken zählen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und das Saarland.

Anzahl der Kliniken nach Bundesländern

Am häufigsten sind die Fachabteilungen Allgemeine Chirurgie, Innere Medizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kliniken zu finden. Am wenigsten vertreten sind die Fachabteilungen Rheumatologie, Lungen- und Bronchialkunde sowie Endokrinologie. In den verschiedenen Fachabteilungen war die durchschnittliche Verweildauer auch unterschiedlich lang. Mit einer durchschnittliche Verweildauer von 40,8 Tagen dauerte eine Behandlung in der Fachabteilung Psychosomatik/Psychotherapie am längsten, gefolgt von der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der die Patienten durchschnittlich 33,7 Tage verbrachten. Am kürzesten ist der Aufenthalt in der Fachabteilung Augenheilkunde. In dieser Fachabteilung konnten die Patienten bereits nach durchschnittlich 2,8 Tagen die Klinik verlassen.

Fachabteilungen in Kliniken

FachabteilungAnzahl
1Allgemeine Chirurgie1.074
2Innere Medizin1.026
3Frauenheilkunde und Geburtshilfe744
4Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde569
5Urulogie495
6Neurologie460
36Rheumatologie32
37Lungen- und Bronchialkunde18
38Endokrinologie14

(Quelle: Destatis)

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Fragen und Antworten

Wie viele Krankenhäuser gibt es in Deutschland?
Destatis zufolge wurden im Jahr 2020 in Deutschland 1.903 Krankenhäuser mit insgesamt 487.800 Betten für die stationäre Versorgung gezählt.
Wie viele private Krankenhäuser gibt es in Deutschland?
Insgesamt 732 Kliniken befinden sich in privater Trägerschaft. Das entspricht 38% aller Kliniken in Deutschland.
In welchem Bundesland sind die meisten Krankenhäuser?
Ein Blick auf die einzelnen Bundeländer zeigt, dass sich in Bayern die meisten Kliniken befinden, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die wenigsten Kliniken zählen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und das Saarland.
Wie viele Krankenhäuser in Deutschland sind staatlich?
Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 551 öffentliche Krankenhäuser gezählt, was 29% aller Krankenhäuser entspricht.
Welche Fachabteilungen gibt es am häufigsten in Kliniken?
m häufigsten sind die Fachabteilungen Allgemeine Chirurgie, Innere Medizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kliniken zu finden. Am wenigsten vertreten sind die Fachabteilungen Rheumatologie, Lungen- und Bronchialkunde sowie Endokrinologie. 
Was ist ein freigemeinnütziger Träger?
Ein freigemeinnütziger Träger kann ein Träger der kirchlichen oder freien Wohlfahrtspflege, eine Kirchengemeinde, eine Stiftung oder ein Verein sein.