Die MVZ Prometheus GmbH mit den beiden Geschäftsführern Gerd Karl Peter und Julian Peter Meyer streben die Übernahme einer radiologischen und einer nuklearmedizinischen Praxis in Ober-Franken (Bayern) an. Zur Finanzierung ihres Vorhabens nutzen sie die Möglichkeit der Crowd-Finanzierung über die GLS Bank. Die Abwicklung erfolgt über die GLS Crowdfunding GmbH, die eine Vermittlungspauschale in Höhe von 5,4 Prozent und eine Handling-Fee in Höhe von einem Prozent erhält. Der bisherige Stand der angestrebten Finanzierungsrunde von 2,05 Mio. EURO beträgt knapp 900 TSD Euro.

Die sogenannte Funding-Schwelle beträgt 1,9 Mio. Euro. Das gesamte Investment wird als Nachrangdarlehen eingeworben und ist damit eher risikoreicher einzustufen. Im Vergleich ist der Case dennoch interessant, da es sich um einen stabilen Markt handelt, dessen Risiken eher aus der Regulatorik und den personellen Engpässen stammen.

Finanzierung MVZ Prometheus GmbH

 

Bei den zu übernehmenden Praxen handelt es sich um eine radiologische uund eine nuklearmedizinische Praxis mit jeweils einen praktizierenden Arzt. Für beide Praxen ist eine Weiterbeschäftigung der Ärzte von drei Jahren vorgesehen. Angesicht der aktuellen Marktlage, die durch eine steigende Zahl von Betriebsübergängen aufgrund von Altersnachfolge und einer Reihe potenter Investoren auf der andere Seite, kann davon ausgegangen werden, dass ein Teil der Finanzierung noch aus anderen Quellen stammt. Aus diesem Hintergrund ist die Vita des Management nicht unerheblich.

Julian Peter Meyer war zuvor Geschäftsführer der MVZ Nuklearmedizin der 310Klinik GmbH und MVZ Chirurgie der 310Klinik GmbH des Krankenhauses 310Klinik GmbH mit einem Jahresumsatz von 5 Mio. Euro. Neben dem Krankenhaus und den beiden zuvor erwähnten Servicegesellschaften bestehen noch die 310K für diagnostische und interventionelle Radiologie GmbH und die MVZ Radiologie und Nuklearmedizin der 310Klinik GmbH.

Die Servicegesellschaften weisen keine Ergebnisse aus (Stand 2019) teils liegt dies an noch nicht veröffentlichten Bilanzen aufgrund er noch jungen Firmenhistorie. Die 310Klinik GmbH weist 2017 einen erneuten Fehlbetrag von knapp 400 TSD EURO aus. Die Klinik befindet sich im Besitz von Elfriede Seitlinger zu 30 Prozent, zu 60 Prozent im Besitz der Syncotech Invest B.V. und 10 Prozent der Syntos Beteiligungs GmbH (Tochter der INNOTECH-Privatstiftung) aus Österreich.