Das Klinikum Fulda und das Herz-Jesu-Krankenhaus gründen ein gemeinsames MVZ für die hausärztliche Versorgung. Das berichtet die Fuldaer Zeitung. Demnach gründen beide Partner ein Medizinisches Versorgungszentrum in Form einer gemeinsamen Tochtergesellschaft. Durch eine zukunftssichere Struktur wollen die Fuldaer Krankenhäuser den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen.

Kooperation zur Sicherung der Hausärztlichen Versorgung

Die Kooperation zielt darauf ab, den drohenden Fachkräftemangel und den altersbedingten Rückgang niedergelassener Arztpraxen in der Region zu kompensieren, um die hochwertige hausärztliche Versorgung in Osthessen langfristig zu sichern. Sollte keine andere Nachfolgeregelung möglich sein, wird die neue Gesellschaft entsprechende Zulassungen erwerben. Der Start ist mit zwei hausärztlichen Sitzen im Landkreis Fulda (Flieden) geplant. Laut Angaben der Beteiligten gegenüber der Fuldaer Zeitung wird eine bestehende Hausarztpraxis am aktuellen Standort fortgeführt. Damit soll die flächendeckende ärztliche Versorgung in der Region gesichert werden.

Klinikum Fulda und Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gründen MVZ

MVZ mit dezentralem Ansatz geplant

Das geplante MVZ verfolgt einen dezentralen Ansatz. Neben den bereits vorgesehenen Arzt-Sitzen in Flieden, deren Standort noch nicht bekannt gegeben wurde, gibt es bereits Interessenbekundungen von weiteren niedergelassenen Ärzten, ihre Zulassung zu übertragen. Dadurch könnten zusätzliche hausärztliche Zulassungen integriert werden. Die Gesellschaft wird als gemeinnützige GmbH gegründet, mit der Klinikum Fulda gAG und der Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH als gleichberechtigte Gesellschafter mit jeweils 50 Prozent.

Über das Klinikum Fulda und das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

Das Klinikum Fulda ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten. Jährlich werden hier über 100.000 Patienten behandelt, davon 40.000 stationär. Das Klinikum Fulda hat mehr als 3.400 Mitarbeiter. Trägerin des Klinikums Fulda ist die Klinikum Fulda gAG, eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, deren alleinige Aktionärin die Stadt Fulda ist.

Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda bietet Grund- und Regelversorgung an mit 354 Betten und 59 tagesklinischen Plätzen. Jährlich versorgen mehr als 1.000 Mitarbeiter etwa 40.000 Patienten sowohl ambulant als auch stationär. Es wird getragen von der Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gGmbH, einer Tochtergesellschaft der St. Vinzenz gGmbH, die Teil der Vinzenz-von-Paul-Stiftung Fulda ist.


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