Die Welle der Schließungen von Krankenhäusern rollt weiter durch Deutschland. Viele Häuser haben mit finanziellen Defiziten, Personalmangel und einem Investitionsstau zu kämpfen. Hinzu kommen gesundheitspolitische Entscheidungen wie die Krankenhausreform und die Verlagerung von stationärer zu ambulanter Behandlung. Mit der finanziell angespannten Lage für viele Krankenhäuser, steigt das Insolvenzrisiko und damit die Gefahr einer Schließung. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, das die Gefahr einer Insolvenz für Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft höher, ist als derer in kommunaler und privater Trägerschaft. Erfahren Sie im folgenden Artikel, wie viele Krankenhäuser in Zukunft von einer Schließung bedroht sein könnten.
Inhaltsverzeichnis
Wie wurden die von einer möglichen Schließung betroffenen Krankenhäuser identifiziert?
Basierend auf den Merkmalen von Krankenhäusern, die in den Jahren 2023 und 2024 geschlossen wurden, hat die Redaktion von Gesundheitsmarkt.de Kliniken identifiziert, die künftig von einer Schließung bedroht sein können. Dabei wurden Krankenhäuser mit weniger als 150 Betten in ländlichen Regionen mit weniger als 50.000 Einwohnern berücksichtigt.
In Bayern drohen die meisten Schließungen von Krankenhäusern
Unsere Auswertung zeigt, dass in Bayern potenziell die meisten Klinikschließungen drohen. Hier gibt es insgesamt 113 Krankenhäuser mit weniger als 150 Betten die in einer ländlichen Region mit weniger als 50.000 Einwohnern liegen. In den Jahren 2023/2024 wurden in Bayern drei Krankenhäuser mit weniger als 150 Betten geschlossen. Auch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen sind zukünftig viele Klinikschließungen möglich. Hier gibt es insgesamt 48 bzw. 46 gefährdete Krankenhäuser. In den Bundesländern gab es in den Jahren 2023/2024 insgesamt 11 Krankenhäuser mit weniger als 150 Betten, die geschlossen wurden. Den niedrigsten Wert bei den potenziellen Krankenhausschließungen hat das Saarland.
Anzahl der möglichen Schließungen in den ostdeutschen Bundesländern geringer
Im Osten Deutschlands sind nach unserer Auswertung deutlich weniger Krankenhäuser von einer möglichen Schließung bedroht. Das Bundesland Sachsen weist hier mit 25 potenziell gefährdeten Krankenhäusern den höchsten Wert auf. In den vergangenen zwei Jahren ist in Sachsen ein Krankenhaus mit weniger als 150 Betten geschlossen worden. Den niedrigsten Wert bei den möglichen Krankenhausschließungen in den ostdeutschen Bundesländern, hat Sachsen-Anhalt.
Anzahl der von einer Schließung bedrohten Krankenhäuser
| wdt_ID | Bundesland | Anzahl von Schließung gefährdeter Krankenhäuser |
|---|---|---|
| 1 | Baden-Württemberg | 48 |
| 2 | Bayern | 113 |
| 3 | Brandenburg | 18 |
| 4 | Hessen | 46 |
| 5 | Mecklenburg-Vorpommern | 14 |
| 6 | Niedersachsen | 48 |
| 7 | Nordrhein-Westfalen | 35 |
| 8 | Rheinland-Pfalz | 30 |
| 9 | Saarland | 1 |
| 10 | Sachsen | 25 |
| 11 | Sachsen-Anhalt | 8 |
| 12 | Schleswig-Holstein | 25 |
| 13 | Thüringen | 19 |
| Bundesland | Anzahl von Schließung gefährdeter Krankenhäuser |
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Über den Autor
Katharina Knauf
Mein Name ist Katharina Knauf, ich bin Diplom-Sozialpädagogin mit Master in Leadership and Communication Management und habe mich auf die Themen Recht, Soziologie, Politik und Sozialmedizin spezialisiert, um Sie dabei zu unterstützen, den Gesundheitsmarkt aus ökonomischer Sicht zu betrachten, ohne dabei seine spezifischen Besonderheiten aus den Augen zu verlieren.